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Weihrauch
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Weihrauch (von mittelhochdeutsch/althochdeutsch wÄ«hrou[c]h, heiliges RĂ€ucherwerk‘, ‚Weihrauch‘, ‚Boswellienharz‘; zu wÄ«hen: ,heiligen, weihen‘cite-ref-1[1]) ist das luftgetrocknete Gummiharz, das von verschiedenen Boswellia-Arten gewonnen wird. Weihrauch wird nicht nur kultisch als RĂ€ucherwerk verwendet, sondern auch heilkundlich als Phytotherapeutikum. Der beim Verbrennen entstehende Rauch wird ebenfalls als Weihrauch bezeichnet. Weihrauchharz ist grobkörnig bis stĂŒckig und von durchscheinend braun-gelber bis rötlich-brauner Farbe. Andere Bezeichnungen sind Olibanum (ursprĂŒnglich ein sehr helles Weihrauchharz, lateinisch Thus album oder incensum album)cite-ref-2[2]cite-ref-3[3]cite-ref-4[4] sowie lateinisch Thuscite-ref-5[5] und incensum (englisch Frankincense).cite-ref-6[6]

Contents

‱ Gewinnung
‱ UrsprĂŒnge
‱ Heilkunde
‱ Ayurveda
‱ Film
‱ Literatur
‱ Weblinks

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Gewinnung

HauptsĂ€chlich wird das Harz von Boswellia sacra (= Boswellia carterii), Boswellia papyrifera, Boswellia serrata, Boswellia frereana gewonnen, die jeweils einen leicht unterschiedlichen Harztyp erzeugen. Geerntet und genutzt werden aber auch weniger bekannte Sorten, wie Boswellia dalzielli, Boswellia nana, Boswellia neglecta und Boswellia rivae. Weihrauchliefernde Arten wurden frĂŒher zum Teil auch als Boswellia thurifera klassifiziert. Unterschiedliche Standorte sowie klimatische Gegebenheiten beeinflussen die jeweilige HarzqualitĂ€t ebenfalls. Durch Schnitte in Stamm und Äste tritt dort eine klebrig-milchige FlĂŒssigkeit aus, die durch Trocknung an der Luft das Weihrauchharz entstehen lĂ€sst. Zwischen Ende MĂ€rz und Anfang April beginnt die Weihrauchproduktion, die ĂŒber mehrere Monate andauert. Manche Weihraucharten werden, bis auf die Monsunzeit, das ganze Jahr geerntet. Der erste Erntevorgang ergibt ein nur sehr minderwertiges Harz, das frĂŒher nicht verwendet wurde, mittlerweile jedoch vermarktet wird. Erst drei Wochen spĂ€ter wird eine annehmbare QualitĂ€t geerntet, die mit den weiteren Wochen immer besser und reiner wird. Die Harzausbeute pro Baum hĂ€ngt von Alter, GrĂ¶ĂŸe und Zustand des Baumes ab und liegt zwischen zwei und zehn Kilogramm. Die WeihrauchbĂ€ume sind jedoch in ihrem Fortbestand stark bedroht.cite-ref-mitteil-7-0[7] Mehr als 82 % der Weihrauchproduktion stammt aus Somalia, der Rest kommt aus dem angrenzenden sĂŒdlichen Arabien, Eritrea und Äthiopien, Sudan und anderen zentralafrikanischen LĂ€ndern.

Zusammensetzung

bild1

Weihrauch besteht aus einem Gemisch aus Ă€therischen Ölen, Harzen, Schleim und Proteinencite-ref-8[8]cite-ref-9[9], deren Mengen artabhĂ€ngig schwanken. Der Anteil an reinem Harz betrĂ€gt etwa 50 bis 80 %, einen Großteil des Harzes machen Terpene aus, zu denen auch die BoswelliasĂ€uren gehören. Der Gummenanteil im Harz betrĂ€gt je nach Sorte 10–30 %, der Anteil der Ă€therischen Öle liegt zwischen 5 und 12 %.

bild2

Der GrĂ¶ĂŸenvergleich verdeutlicht die Unterschiede zwischen der ersten und letzten Ernte: Die Harztropfen der ersten Ernte sind teilweise nur wenige Millimeter groß und fast schwarz bis bernsteinfarben. Sie wurden bis Mitte des 20. Jahrhunderts als unbrauchbar betrachtet, weggeworfen und gelangten nicht in den Handel. Die Harztropfen der letzten Ernte hingegen sind etwa einen Zentimeter groß und fast schneeweiß. Sie sind bis fĂŒnfzehnmal teurer als die Harztropfen der ersten Ernte. Beim RĂ€uchern entwickelt die letzte Ernte einen sehr intensiven, schweren Duft mit Zitronennote.

Der traditionell in der indischen Ayurvedamedizin verwendete, aus dem Salaibaum (Boswellia serrata) gewonnene „Indische Weihrauch“, auch im EuropĂ€ischen Arzneibuch (Ph. Eur.) gefĂŒhrt, enthĂ€lt

‱ ca. 5–9 % Ă€therisches Öl (α-Thujen, ÎČ-Myrcen, p-Cymol, Methyleugenol u. a.)
‱ ca. 15–16 % HarzsĂ€uren [wie BoswelliasĂ€uren, LupansĂ€uren und TirucallensĂ€uren; mindestens je 1 % 3-O-Acetyl-11-keto-ÎČ-boswelliasĂ€ure (AKBA) und 11-Keto-ÎČ-boswelliasĂ€ure (KBA)]
‱ bis 20 % Schleimstoffe

Kultische Verwendung

Weihrauch war schon bei den alten Ägyptern fĂŒr kultische Zwecke, bei der Mumifizierung herausragender und vermögender Personen und zumindest in begĂŒterteren Kreisen im Alltag als aromatisches, desinfizierendes und entzĂŒndungshemmendes RĂ€uchermittel und Heilmittel in Gebrauch. Es entwickelt beim VerglĂŒhen (RĂ€uchern) einen aromatisch duftenden Rauch und wird in verschiedenen Religionen, auch der römisch-katholischen und orthodoxen Kirche seit Mitte des ersten Jahrtausends bei Kulthandlungen verwendet, meist vermischt mit anderen RĂ€uchermitteln wie Benzoe, Myrrhe, Galbanum, Zistrose, Styrax, Lorbeer. FrĂŒher wurden auch andere RĂ€ucherharze als Weihrauch bezeichnet.

UrsprĂŒnge

Der Rauch und der Duft, die sich beim Verbrennen von Weihrauch entwickeln, machten den Weihrauch von alters her zu einer Komponente bei kultischen VollzĂŒgen. Historisch wird die Verwendung von Weihrauch im Christentum auf die Parallele im Kult der Israeliten zurĂŒckgefĂŒhrt, in deren Tempel zweimal tĂ€glich Ketoret verbrannt wurden. UrsprĂŒnglich aus dem kanaanĂ€ischen RĂ€ucherkult stammend, wurde der Weihrauch im alten Israel zunĂ€chst als „Neuerung“ abgelehnt. Erst spĂ€ter fand er Eingang im Tempel-Gottesdienst. SpĂ€testens im nachexilischen zweiten Tempel von Jerusalem (ab etwa 540 v. Chr.) befand sich vor dem Vorhang des Allerheiligsten der Rauchopferaltar, an dem morgens und abends ein Rauchopfer dargebracht wurde. Die Verwendung von Weihrauch war strafbewehrt nach biblischer Weisung in Exodus 30, 37–38 ausschließlich dem Gottesdienst vorbehaltencite-ref-10[10].

In den verschiedenen Epochen der Ă€gyptischen Pharaonen wurde Weihrauch bei vielen Kulthandlungen und bei der Mumifizierung verwendet. So nannten die alten Ägypter die Harzperlen des Weihrauchs den „Schweiß der Götter“. Viele andere antike Religionen und der orientalische und römische Herrscherkult kannten den Weihrauch. WĂ€hrend der republikanischen Zeit ersetzte bei den Römern das Verbrennen von Weihrauch die alten, vorgeschriebenen Opfer. Bei Bitt- und Dankesgebeten ließ man die Weihrauchkörner in speziell dafĂŒr bestimmten GefĂ€ĂŸen, acerra, im Feuer verbrennen. Kaisern und Statthaltern wurde beim Einzug in eine Stadt Weihrauch vorangetragen – als Zeichen der Huldigung, aber auch zur VerdrĂ€ngung des Kloakengestanks. Die römischen Kaiser ließen sich als Dominus et deus „Herr und Gott“ verehren und verlangten Rauchopfer vor ihrem Bild.

Die frĂŒhen Christen lehnten diese göttliche Verehrung des Kaisers ab und mussten dafĂŒr Verfolgungen erdulden. Aus diesem Grunde war der Weihrauch in der christlichen Liturgie zunĂ€chst verpönt; die KirchenvĂ€ter sprachen sich explizit dagegen aus. Bei kirchlichen BegrĂ€bnisfeiern wurde der Weihrauch allerdings auch von Christen verwendet. Erst mit zeitlichem Abstand zu den Christenverfolgungen im Römischen Reich und mit der Übernahme von Elementen des römischen Kaiserkultes in den christlichen Gottesdienst wurde der Weihrauch akzeptiert.

Die konstantinische Wende fĂŒhrte zu einer tiefgreifenden Änderung der Organisation der Hierarchie der Kirche. Die Geistlichen, vor allem die Bischöfe, erhielten einen völlig neuen Rechtsstatus. Sie waren nun Reichsbeamte geworden, und zwar in einer sehr hohen Stellung. Dazu erhielten die Bischöfe 318 von Konstantin den Auftrag, in bestimmten Zivilprozessen höchstinstanzlich Recht zu sprechen. Mit dieser Rangerhöhung ging wohl auch das Recht auf die dazugehörigen Statussymbole einher. Daher ist wohl auch der Brauch zu erklĂ€ren, beim Einzug des Bischofs LeuchtertrĂ€ger und WeihrauchfasstrĂ€ger vorauszuschicken. Das ist die Form, in der uns der Weihrauch zum ersten Mal in einer schriftlichen Quelle in der römischen Liturgie begegnet. Das BerĂ€uchern des Altars war hingegen in Rom Mitte des neunten Jahrhunderts noch unbekannt. Die heutige Verwendung des Weihrauchs in der katholischen Kirche ist vor allem durch die gallikanische Liturgie in die römische eingedrungen. Das muss nicht heißen, dass diese spĂ€tere Entwicklung ausschließlich das Resultat karolingischer LiturgieverĂ€nderung war, denn die gallischen Formen der westlichen Liturgie waren stark von Konstantinopel beeinflusst. Beispielsweise bringt die Liturgie von St. Denis viele direkte Zitate aus der griechischen Liturgie; darunter finden sich auch vier Formen der Inzens.

Auch privat war das regelmĂ€ĂŸige AusrĂ€uchern des Hauses mit verschiedenen aromatischen Mischungen in der Antike verbreitet. Im altĂ€gyptischen Totenkult wurde dem Weihrauch eine bannende (apotropĂ€ische) Wirkung gegen die Macht und den Geruch des Todes zugesprochen. Auch die Sumerer, Babylonier und Perser kannten den Weihrauch.

Weihrauchstraße

In der Antike war Weihrauch ein hochbezahltes und begehrtes Handelsgut und wurde auf der Weihrauchstraße (Oman–Jemen–Hedschas–Gaza–Damaskus) und im Fernhandel bis in fast alle Gegenden der alten Welt gehandelt und spielte in den allermeisten Religionen und Kulturen der damaligen Zeit eine Rolle. Der Ursprung des Weihrauchs wurde geheim gehalten, die Handelswege ĂŒberwacht.

Römischer Ritus

Symbolisch steht der Weihrauch fĂŒr Reinigung, Verehrung und Gebet. Nach Psalm 141,2 und weiteren Bibeltexten, etwa Offb 8,3 , bezeichnet er das zu Gott aufsteigende Gebet der GlĂ€ubigen. Im Sinne von 2 Kor 2,14–16 zeigt er an, dass Gott durch die Hingabe Christi die Welt mit dem „Lebensduft, der Leben verheißt“ erfĂŒllt hat.cite-ref-paul-ringseisen-209-11-0[11]

Der römische Ritus bringt mit der Weihrauchverwendung unter anderem zum Ausdruck, dass der Mensch eine Einheit aus Leib und Seele ist. Der Gottesdienst richtet sich an alle Sinne. Weil das Wort Gottes in Jesus Christus Mensch geworden ist („Inkarnation“), muss sich auch der Gottesdienst leiblich erfahrbar ausdrĂŒcken (inkarnatorisches Prinzip). Weihrauch gilt daher als ein Zeichen der Gegenwart Gottes und des Wehens des Heiligen Geistes. Nach katholischer Lehre ist Jesus Christus in den eucharistischen Gestalten von Brot und Wein wahrhaft und dauerhaft gegenwĂ€rtig (RealprĂ€senz).

Heilige Messe, Stundengebet und eucharistische Verehrung

In der Liturgie der lateinischen Kirche wie auch in den katholischen Ostkirchen mit byzantinischem Ritus wird Weihrauch vor allem in der heiligen Messe und in den Laudes und der Vesper des Stundengebets verwendet, außerdem zur Verehrung des Allerheiligsten, etwa bei Prozessionen oder der sakramentalen Andacht. Dabei verrichten zwei Ministranten, der Thuriferar (von altgriechisch ÎžÏÎżÏ‚ thĂœos „RĂ€ucherwerk, Rauchopfer“, lateinisch tus (auch thus) „Weihrauch“ und ferre „tragen“) mit dem Weihrauchfass und der Navikular mit dem Weihrauchschiffchen, den Dienst am Weihrauch.

Die eucharistischen Gaben und Gestalten sowie alle Christussymbole – wie der Altar, das Evangeliar, Priester, das Altarkreuz, die Osterkerze und die Weihnachtskrippe – und die GlĂ€ubigen werden mit dem Weihrauch inzensiert. Bei der kirchlichen BegrĂ€bnisfeier werden auch der Sarg und das offene Grab mit dem Sarg darin inzensiert, mit den Worten „Dein Leib war Gottes Tempel. Der Herr schenke dir ewige Freude.“

Die mindestens seit 1570 geltende Vorschrift, im Hochamt Weihrauch verwenden zu mĂŒssen, machte den Weihrauch zu einem Merkmal der Festlichkeit. Seit 1970 kann Weihrauch wieder – wie in den Ostkirchen seit je ĂŒblich – in allen heiligen Messen verwendet werden; dadurch kommen seine symbolischen BezĂŒge wieder deutlicher zur Geltung.

Altarweihe

Beim Ritus der Weihe eines Altares gehört zu den „ausdeutenden Zeichen“, die das Weihegebet begleiten, das AnzĂŒnden und Verbrennen von Weihrauch an fĂŒnf Stellen auf dem Altar.cite-ref-12[12] Ebenfalls werden bei Einsetzung der Reliquien in den Altar diesen drei Weihrauchkörner beigelegt.

Weihrauchspende, Weihrauchopfer

In Wort-Gottes-Feiern oder dem Luzernar kann Weihrauch beim Gesang des „Weihrauchpsalms “ (Ps 141,2 ) zu Lob und Dank in einer Schale vor dem Altar oder dem ausgesetzten Allerheiligsten entzĂŒndet werden. Auch beim FĂŒrbittgebet in solchen Gottesdiensten kann bei den einzelnen Bitten vom Leiter, den Sprechern der FĂŒrbitten oder allen Mitfeiernden Weihrauch zum Verbrennen in die Schale gelegt werden.cite-ref-13[13]

Andere Liturgien

In der orthodoxen Liturgie, so beispielsweise im byzantinischen Ritus, dem antiochenischen Ritus und anderen der Orientalisch-orthodoxen Kirche, wird Weihrauch als Duft des Himmels verwendet. Nach alter orientalischer Vorstellung ist eine Gottesbegegnung mit einem Dufterlebnis verbunden. In den slawisch-orthodoxen Kirchen enthÀlt die RÀuchermischung allerdings oft hauptsÀchlich Benzoe und wenig oder keinen eigentlichen Weihrauch.

Unter den evangelischen Kirchen zĂ€hlen die evangelisch-lutherischen Kirchen den Gebrauch von Weihrauch als unverbindliche Zeremonie zu den Adiaphora. Zum Teil mit der Lehre von der RealprĂ€senz verbunden, wurde sein Gebrauch im Zeitalter der AufklĂ€rung zurĂŒckgedrĂ€ngt. Im Verlauf des 19. Jahrhunderts verschwand er fast völlig aus dem evangelisch-lutherischen Gottesdienst. In neuerer Zeit wird zuweilen wieder Weihrauch in Anlehnung an Psalm 141 als Zeichen des Gebetes verwendet. Wie fast aller sinnlicher Schmuck des Gottesdienstes wurde der Weihrauch in den reformierten Kirchen von Beginn an abgelehnt.

Heilkunde

Altertum und Mittelalter

Im Altertum waren Medizin und Religion eng verbunden. Spuren davon sind noch heute in der Sprache zu finden: Wenn etwas heilt, dann ist es heil-ig. Erste Hinweise auf die Verwendung von Weihrauch finden sich in dreieinhalbtausend Jahre alten Texten aus dem Niltal. Die Ägypter nutzten Weihrauch fĂŒr den guten Geruch der Luft, fĂŒr Salben und zur Wundbehandlung. Vor dreitausend Jahren gab es bereits feste Handelswege, die Weihrauchstraßen, die das kostbare Harz aus seiner Heimat SĂŒdarabien (vor allem Oman, daneben Jemen) und von der Insel Sokotra am Horn von Afrika nach Ägypten und Mesopotamien brachten. Zu den Geschenken der biblischen Weisen aus dem Morgenland gehörte Weihrauch aus SĂŒdarabien.

Das römische Imperium war ein großer Abnehmer von Weihrauch. Hippokrates und andere griechisch-römische Ärzte setzten Weihrauch zur Wundreinigung, gegen Krankheiten der Atemwege und bei Verdauungsproblemen ein. Über die Wirkungsmechanismen war nichts bekannt, aber die praktischen Erfolge waren wohl zahlreich genug, dass das teure Mittel auch noch im Mittelalter als Medizin eingesetzt wurde, so auch von Hildegard von Bingen.cite-ref-14[14]cite-ref-15[15]

In den die griechische Medizin, vor allem des Dioskurides, aufgreifenden arabischsprachigen Lehrwerken des Mittelalters, beispielsweise im Kanon der Medizin (arabisch al-Qanun fi t-Tibb) des persischen Arztes Avicenna, wird die innere Anwendung von Weihrauchharzperlen (Boswellia serrata, Boswellia sacra) zur „StĂ€rkung des Geistes und des Verstandes“ empfohlen.

Von der Antike ĂŒber das Mittelalter bis ins 18. Jahrhundert wurde Weihrauchharz als Pulver direkt oder als Heilpflaster-Zutat zur Behandlung von Wunden und Erosionen verwendet.cite-ref-16[16]

Die Entwicklung chemisch-synthetischer Arzneistoffe, vor allem in den Klassen der Antibiotika und Kortikoide, ließ Weihrauch als Arzneimittel in Vergessenheit geraten. Im Zuge der RĂŒckbesinnung auf Naturheilmittel sowie der Förderung der Naturheilmittelforschung rĂŒckte auch Weihrauch wieder in den Fokus medizinischen Interesses. An der UniversitĂ€t Jena werden Zielstrukturen auf molekularer und zellulĂ€rer Ebene erforscht, um pharmakologische Wirkungen des Weihrauchs therapeutisch nutzbar zu machen.cite-ref-17[17]

Östliches Afrika

In Ostafrika wurde Weihrauch traditionell gegen Krankheiten wie Syphilis, Bilharziose und Magenleiden eingesetzt. Die Wirksamkeit ist nicht belegt. Swahili an der ostafrikanischen KĂŒste verwendeten Weihrauch gegen zu geringe Harnausscheidung.cite-ref-18[18] In einem Textbuch des Ă€thiopischen Heilers Gerazmač GĂ€brĂ€wĂ€ld (1869–1939) kommt Weihrauch in unterschiedlichen Mischungen mit BlĂ€ttern, Samen, Honig, Salz und Butter als Heilmittel fĂŒr zahlreiche Krankheiten vor.cite-ref-19[19] Neben Pflanzenheilkunde gehören in Äthiopien vor allem Besessenheitskulte zu den traditionellen Heilmethoden. Dabei wird im psychisch kranken Patienten ein Zar-Geist erkannt und beschwichtigt. Dies geschieht unter Zuhilfenahme von Weihrauch oder anderen RĂ€ucherwaren.cite-ref-20[20]

Ayurveda

Im indischen Ayurveda wird Weihrauch (Salai Guggal) bereits seit ca. 5000 Jahren volksheilkundlich verwendet, etwa bei Arthritis, Ischialgie, rheumatischen Erkrankungen oder bei Gelenk- und Muskelbeschwerden.

Klassische europÀische Naturheilkunde

In der klassischen europĂ€ischen Naturheilkunde wurde der Weihrauch hauptsĂ€chlich zur Linderung von Rheumabeschwerden eingesetzt. So war Weihrauch noch 1850 zur inneren und Ă€ußeren und 1870 lediglich zur Ă€ußeren Anwendung in pharmakologischen BĂŒchern zu finden. Nach 1875 geriet der Weihrauch in Vergessenheit. Sebastian Kneipp teilte allerdings noch 1886 mit, dass aus Tannen- oder Fichtenharz gewonnene HarzkĂŒgelchen krĂ€ftigend auf „die Brust und [
] merkwĂŒrdig stĂ€rkend auf die inneren GefĂ€ĂŸe“ wirkten und bei Bedarf auch durch „Weihrauchkörner weißer Sorte“cite-ref-21[21] ersetzt werden könnten.

Moderne Medizin

Weihrauch mit standardisiertem Wirkstoffgehalt ist Gegenstand der Grundlagenforschung im Hinblick auf chronisch entzĂŒndlicher Erkrankungen wie Morbus Crohn, Colitis ulcerosa oder Polyarthritis.cite-ref-22[22] Erste klinische Studienergebnisse lassen eine Wirksamkeit von WeihrauchprĂ€paraten bei Morbus Crohncite-ref-23[23] und Colitis ulcerosacite-ref-24[24] vermuten. Zu Therapieversuchen bei Asthma bronchialecite-ref-25[25] und rheumatoider Arthritis liegen bislang nur Einzelfallberichte und Pilotstudien vor, aus denen sich keine ausreichend sicheren Wirksamkeitsnachweise ableiten lassen. So konnten 1994 vorgestellte Studienergebnisse aus einer Behandlung der Polyarthritis (RĂŒckgang von Schmerzen, Gelenksteife und Schwellungen)cite-ref-26[26] nicht bestĂ€tigt werden; so ergab etwa eine randomisierte doppeltblinde Studie keinen Vorteil gegenĂŒber Placebo.cite-ref-27[27] Bei der Behandlung der Kniearthritis konnte in einer kleinen randomisierten doppeltblinden Studie an 30 ĂŒber 40-jĂ€hrigen Patienten eine signifikante schmerzlindernde und abschwellende Wirkung eines Extraktes von Boswellia serrata (BSE) im Vergleich zu einem Placebo nachgewiesen werden. Verabreicht wurde dreimal tĂ€glich eine Kapsel mit 333 mg BSE ĂŒber acht Wochen.cite-ref-28[28] Die Langzeitwirkungen der Einnahme von Weihrauch sind noch nicht untersucht. Meldungen ĂŒber Nebenwirkungen basieren auf Einzelfallberichten und stehen nicht unbedingt in einem kausalen Zusammenhang.cite-ref-escop-29-0[29] DarĂŒber hinaus konnten fĂŒr BoswelliasĂ€uren in vitro antiproliferative Effekte auf verschiedene Tumorzelllinien (wie Melanome, Glioblastome, Leberkarzinome) gezeigt werden, die auf einer Induktion von Apoptose beruhen.cite-ref-30[30] Eine positive Wirkung von WeihrauchprĂ€paraten auf das Begleitödem von Hirntumoren ist zwar in kleineren klinischen Studien beschrieben worden;cite-ref-31[31] die Ergebnisse sind aufgrund methodischer MĂ€ngel jedoch umstritten.cite-ref-32[32] Als Hauptwirkstoffe werden die im indischen Weihrauch enthaltenen BoswelliasĂ€uren angesehen.

Der indische Weihrauch ist als pflanzlicher Arzneistoff im europĂ€ischen Arzneibuch beschrieben, zugelassene Fertigarzneimittel gibt es in den EU-LĂ€ndern keine, abgesehen von homöopathischen Zubereitungen. Apotheken können in Deutschland auf Verordnung oder Kundenwunsch Weihrauchkapseln als Rezepturarzneimittel herstellen. Da bis dato nur der indische Weihrauch im Arzneibuch gefĂŒhrt ist, dĂŒrfte auch nur dieser fĂŒr arzneiliche Zwecke verwendet werden; andere Weihraucharten wie beispielsweise der afrikanische Weihrauch (Boswellia sacra, Olibanum) können aufgrund fehlender Spezifikation nicht fĂŒr die rezepturmĂ€ĂŸige Verwendung qualifiziert werden. Beurteilungen der Kommission E oder des Ausschusses der EuropĂ€ischen Arzneimittelagentur liegen keine vor. Die ESCOP beschreibt den alkoholischen Trockenextrakt aus indischem Weihrauch fĂŒr die Behandlung der schmerzhaften Arthrose in Dosen von 250 mg bis 1200 mg/Tag und in Dosen von 900 mg bis 3600 mg/Tag zur Therapie chronisch-entzĂŒndlicher Darmerkrankungen (Kinder > 12 Jahre).cite-ref-escop-29-1[29]

Bei der europĂ€ischen Lebensmittelbehörde EFSA wurde die gesundheitsbezogene Bewerbung (Health Claim) „Gelenk-Gesundheit“ fĂŒr weihrauchhaltige Lebensmittel beantragt,cite-ref-33[33] wobei das Bundesministerium fĂŒr Verbraucherschutz Weihrauch eher dem Arzneimittelbereich zuordnet (Liste B).cite-ref-34[34]cite-ref-35[35] Auch haben bereits einzelne Überwachungsbehörden KapselprĂ€parate mit dem Extrakt aus Indischem Weihrauch wegen ihrer objektiven Zweckbestimmung, teilweise sogar ausdrĂŒcklich durch die Vertriebsunternehmen zur therapeutischen Anwendung beworben, als Arzneimittel eingestuft.cite-ref-36[36]

Ergebnisse einer Studie, die eine Wirkung von Weihrauchperlen in Form einer Steigerung der Lern- und GedĂ€chtnisleistungcite-ref-37[37] in Tierversuchen nahelegen, wurden 1999 in einer iranischen Fachzeitschrift veröffentlicht.cite-ref-38[38]cite-ref-39[39] Ähnliche, die Empfehlungen von Dioskurides und anderen bestĂ€tigende Ergebnisse einer weiteren Tierversuchsstudie wurden 2004 auf einem Kongress vorgestellt.cite-ref-40[40]cite-ref-41[41]

Wirkmechanismen

1991 fanden der TĂŒbinger Pharmakologe Hermann Ammon und seine Mitarbeiter in dem Harz den entzĂŒndungshemmenden Wirkstoff Acetyl-11-keto-ÎČ-boswelliasĂ€ure (AKBA). Dieser greift in den EntzĂŒndungsprozess ein, indem er die Leukotrienbiosynthese reduziert.cite-ref-boden-leukotriene-synthesis-42-0[42]

Nach einer 2012 erschienenen Studie aus dem Arbeitskreis von Oliver Werz (UniversitĂ€t Jena, frĂŒher UniversitĂ€t TĂŒbingen) verringern BoswelliasĂ€uren die EntzĂŒndungsreaktion, indem sie die Synthese von Prostaglandin E2 unterbinden. Prostaglandin E2 ist fĂŒr die Vermittlung der Immunantwort zustĂ€ndig. BoswelliasĂ€uren hemmen das fĂŒr dessen Synthese zustĂ€ndige Enzym. Extrakte aus dem Harz der Art Boswellia papyrifera erwiesen sich dabei als besonders wirksam – diese kommt vorwiegend im Nordosten Afrikas (Äthiopien, Somalia, Eritrea) und auf der arabischen Halbinsel (Jemen, Oman) vor.cite-ref-mitteil-7-1[7] Bei anderen Studien zeigte sich beim Harz des Afrikanischen Weihrauchs Boswellia carterii eine hohe Wirksamkeit. Problematisch sei, dass sich BoswelliasĂ€uren nur schwer synthetisch herstellen ließen; WeihrauchbĂ€ume als deren einzige natĂŒrliche Quelle seien in ihrem Bestand stark bedroht.cite-ref-mitteil-7-2[7]

Studiencite-ref-43[43]cite-ref-44[44] zeigten, dass Plasmakonzentrationen von 3-OH-11-Keto-ÎČ-boswelliasĂ€ure (KBA) und 3-O-Acetyl-11-keto-ÎČ-boswelliasĂ€ure (AKBA) nach oraler Gabe auch hoher Dosen weit unterhalb von Konzentrationen lagen, die fĂŒr eine in-vitro-Hemmung der 5-Lipoxygenase nötig sind.cite-ref-45[45]

PsychoaktivitÀt

Incensol, ein weiterer Inhaltsstoff des Weihrauchharzes und im Weihrauch zu im Schnitt 2,7 %cite-ref-46[46] enthalten, zeigte im Tiermodell Effekte, die einer angstlösenden und antidepressiven Wirkung Ă€hnlich waren.cite-ref-moussaieff-47-0[47] Incensol ist ein wirkungsvoller Agonist des Transient-receptor-potential-vanilloid-3-Kanals (TRPV3), eines Ionenkanals, der in der Haut an der Wahrnehmung von WĂ€rmereizen beteiligt ist. TRPV3-mRNA wurde in Neuronen des Gehirns gefunden, jedoch ist bislang unklar, welche Rolle TRPV3-KanĂ€le dort spielen. Eine antidepressive Wirkung des Incensols im menschlichen Gehirn wurde bislang nicht nachgewiesen. Im Bundesforschungsprojekt der UniversitĂ€ten in TĂŒbingen und SaarbrĂŒcken mit AureliaSan GmbH (Bisingen) zeigte sich, dass Incensol extrem instabil ist und die Abbauprodukte von Incensol und Incensolacetat wirksamer sind als die beiden Reinsubstanzen.cite-ref-48[48]cite-ref-49[49]

Auf das Buch Weihrauch und Myrrhe von 1988cite-ref-50[50] geht die Annahme zurĂŒck, dass Weihrauch das in Cannabis vorkommende Psychotrop Tetrahydrocannabinol (THC) enthalte. Laut den Autoren, zwei DDR-Toxikologen und einem BRD-Ethnologen, kommt die Entstehung von THC in Betracht, wenn sich die beiden Inhaltsstoffe Verbenol und Olivetol durch Verbrennung miteinander verbinden.cite-ref-51[51] Trotz umfassender Versuche konnte diese These in der Praxis jedoch nicht bestĂ€tigt werden, weshalb ein entsprechender Zusammenhang als unwahrscheinlich gilt.cite-ref-52[52]cite-ref-53[53]cite-ref-54[54]

Gesundheitliche Risiken

Als RĂ€ucherwerk schwelend verbrannter Weihrauch enthĂ€lt (genauso wie Tabakrauch) den krebserregenden Stoff Benzo[apyren. Eine taiwanische Studie fand in einem Tempel in Tainan eine Benzo[a]pyren-Konzentration, die 40-mal so hoch war wie in tabakverrauchten Wohnungen.cite-ref-lin-55-0[55] Vergleichbare asiatische Studien gehen allerdings von den dort verwendeten RĂ€ucherstĂ€bchen aus, an denen der Weihrauch mittels eines Bindemittels fixiert ist. Vermutlich ist es dieses Bindemittel, das die erhöhten Schadstoffwerte verursacht. FĂŒr Kirchen im christlichen Kulturkreis konnte hingegen nichts Vergleichbares nachgewiesen werden.cite-ref-plank-56-0[56]

Ätherisches Weihrauchöl

Das Ă€therische Öl wird mittels Wasserdampfdestillation aus dem Harz gewonnen. Seine Inhaltsstoffe sind zu 75 % Monoterpene, Sesquiterpene, Monoterpenole, Sesquiterpenole und Ketone. Arabisches Weihrauchöl hat einen vollen balsamischen und sĂŒĂŸen Duft, wĂ€hrend das indische Weihrauchöl frisch riecht. Die ParfĂŒmindustrie, die Weihrauchöl in Kosmetikprodukten und als Zugabe bei Arzneimitteln verwendet, beschreibt Weihrauchöl als „einen balsamisch-wĂŒrzigen, leicht zitronigen und typischen Weihrauchduft mit leicht koniferigen und kienigen Untertönen“.cite-ref-57[57]

Film

‱ Dhofar (Memento vom 29. Dezember 2002 im Internet Archive): Die WeihrauchbĂ€ume des Wadi Dawkah, SWR, Weltkulturerbe, RealPlayer-Video, 15 Min.
‱ Weihrauch – Der Duft der Götter. Film von Barbara Dickenberger, HR, 2009, 43 min.

Literatur

‱ Simla Basar: Phytochemical Investigations on Boswellia Species. Comparative Studies on the Essential Oils, Pyrolysates and Boswellic Acids of Boswellia carterii Birdw., Boswellia serrata Roxb., Boswellia frereana Birdw., Boswellia neglecta S. Moore and Boswellia rivae Engl. (Dissertation) UniversitĂ€t Hamburg, 2005 (online)
‱ Klaus D. Christof, Renate Haass: Weihrauch, der Duft des Himmels. Röll, Dettelbach 2006, ISBN 978-3-89754-252-5.
‱ Albert Dietrich: Lubān. In: Encyclopaedia of Islam. New Edition, Band 5. Brill, Leiden 1986, ISBN 90-04-07819-3, S. 786a–787a.
‱ Susanne Fischer-Rizzi: Botschaft an den Himmel. Anwendung, Wirkung und Geschichten von duftendem RĂ€ucherwerk (= Heyne-BĂŒcher. Band 13; Heyne esoterisches Wissen. Esoterische Heilverfahren. Band 9796). Heyne, MĂŒnchen 1999, ISBN 3-453-15504-1.
‱ Heidelore Kluge, Charles Fernando: Weihrauch, Gold und Myrrhe. Nutzen Sie die HeilschĂ€tze der Natur. Haug, Heidelberg 1999, ISBN 3-7760-1751-1.
‱ Heidelore Kluge, R. Charles Fernando: Weihrauch und seine heilende Wirkung. Haug, Heidelberg 1998, ISBN 3-7760-1720-1.
‱ Michael Pfeifer: Der Weihrauch. Geschichte, Bedeutung, Verwendung. Pustet, Regensburg 1997, ISBN 3-7917-1566-6.
‱ Ralph Regensburger: Weihrauch. Duft der Erkenntnis Christi. Eine Hilfestellung zum Hintergrund und Gebrauch des Weihrauchs in der Liturgie. Regensburger, Berchtesgaden 2008, ISBN 978-3-00-024715-6 (Volltext als PDF-Datei; 35 KB).
‱ JĂŒrgen Tubach, Peter WĂŒnsche: Weihrauch. In: Theologische RealenzyklopĂ€die (TRE). Band 35, de Gruyter, Berlin / New York 2003, ISBN 3-11-017781-1, S. 472–477.

Weblinks

Wiktionary: Weihrauch

– BedeutungserklĂ€rungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Commons

: Weihrauch

– Album mit Bildern

‱ Hermann Ammon: Weihrauch Forschung – Prof. Dr. H.P.T. Ammon. In: boswellia.org. Abgerufen am 9. Juli 2018 (Überblicksseite zu Forschung und Studien von Professor H.P.T. Ammon).
‱ Weihrauch statt Kortison: Ergebnisse aus dem Labor. In: ZDF. 14. MĂ€rz 2004, archiviert vom Original am 27. Juni 2004; abgerufen am 9. Juli 2018.
‱ Depressionen: Weihrauch entspannt das Hirn. In: Focus Online. 22. Mai 2008; abgerufen am 9. Juli 2018.
‱ Baumsterben: Wird Weihrauch in Zukunft so wertvoll wie Gold? In: welt.de. 21. Dezember 2011; abgerufen am 9. Juli 2018.
‱ Harald Frater: Schonende Weihrauchgewinnung: Neue Erkenntnisse zum Verlauf der Leitungen im Stamm erleichtern die Harzgewinnung. In: Scinexx.de. 21. Dezember 2012; abgerufen am 9. Juli 2018.
‱ Agathe Lukassek: „Weihrauch ist keine Droge“. In: katholisch.de. 9. Juli 2018; abgerufen am 9. Juli 2018 (Interview mit Michael Pfeifer).

Einzelnachweise

cite-note-11. ↑ Hans Eggers: Deutsche Sprachgeschichte. BĂ€nde I–IV, Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 1963–1977, Band I, 5. Auflage, 1970, S. 154.
cite-note-22. ↑ Hieronymus Brunschwig: Das buch der Cirurgia. Straßburg (Johann GrĂŒninger) 1497, Blatt CXXVIII: „Thus daz ist wirouch ein gumi, und ist zweyerlei, einer wisser dan der ander. Der allerwissest heisset olibanum“.
cite-note-33. ↑ Dieter Martinetz, Karlheinz Lohs, Jörg Lanzen: Weihrauch und Myrrhe. Kulturgeschichte und wirtschaftliche Bedeutung; Botanik, Chemie, Medizin. Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft, Stuttgart 1989, ISBN 978-3-8047-1019-1, S. 13, 31, 39, 43–82, 101–139 und 181–183. Vgl. jedoch dazu die Rezension von Gundolf Keil in Spektrum der Wissenschaft. Heft 2, 1991, S. 126–127.
cite-note-44. ↑ Wilhelm Hassenstein, Hermann Virl: Das Feuerwerkbuch von 1420. 600 Jahre deutsche Pulverwaffen und BĂŒchsenmeisterei. Neudruck des Erstdruckes aus dem Jahr 1529 mit Übertragung ins Hochdeutsche und ErlĂ€uterungen von Wilhelm Hassenstein. Verlag der Deutschen Technik, MĂŒnchen 1941, S. 110 (Weihrauch, incensum: „[
] ein arabisch weiß, rund, feist Gummi, vom Baum libano fließend. [
]“).
cite-note-55. ↑ Vgl. auch Otto Beßler: Prinzipien der Drogenkunde im Mittelalter. Aussage und Inhalt des Circa instans und Mainzer Gart. Mathematisch-naturwissenschaftliche Habilitationsschrift, Halle an der Saale 1959, S. 208 (Olibanum – wyß wyrauch, ronder [
] – wirouch, thus (Marginal: wyt wyruk): Gummiharz von Boswellia-Arten, besonders Boswellia carteri Birdw.)
cite-note-66. ↑ W. Blaschek, G. Schneider (Hrsg.): Hagers Handbuch der Pharmazeutischen Praxis. Band 2: Drogen A–K. Springer, Berlin 1998, ISBN 3-540-61618-7, S. 246.
cite-note-mitteil-77. ↑ Mitteilung des Instituts fĂŒr Pharmazie der Friedrich-Schiller-UniversitĂ€t Jena, Oliver Werz: Weihrauch als Heilmittel. Pharmazeuten klĂ€ren entzĂŒndungshemmende Wirkung von BoswelliasĂ€uren auf (Memento vom 31. August 2012 im Internet Archive). Auf: uni-jena.de vom Juli 2012.
cite-note-88. ↑ Felix Bachmair: Antimikrobielle Wirkung ausgewĂ€hlter Harze auf luftgetragene Keime. Diplomarbeit, UniversitĂ€t Wien, 2013, S. 45 ff. (Volltext als PDF; 2,93 MB Auf: othes.univie.ac.at, abgerufen am 3. Januar 2017).
cite-note-99. ↑ S. Seitz: Isolierung und StrukturaufklĂ€rung von entzĂŒndungshemmenden Inhaltsstoffen aus Weihrauchharz. Dissertation, UniversitĂ€t des Saarlandes, 2008 (Volltext als PDF; 5,8 MB Auf: scidok.sulb.uni-saarland.de, abgerufen am 3. Januar 2017).
cite-note-1010. ↑ Claudia SchĂŒlke: Der Wohlgeruch des Heiligen. In FAZ. vom 8. Dezember 2023, S. 15: Der Wohlgeruch des Heiligen, Gottesbegegnung als Dufterlebnis: Weihrauch und Myrrhe aus den orientalischen GĂ€rten der DĂŒfte ....
cite-note-paul-ringseisen-209-1111. ↑ Paul Ringseisen: Morgen- und Abendlob mit der Gemeinde. Geistliche Erschließung, Erfahrungen und Modelle. Herder, Freiburg / Basel / Wien 1994, ISBN 3-451-23337-1, S. 209.
cite-note-1212. ↑ Albert Gerhards, Klaus Wintz: Altarweihe. In: Walter Kasper (Hrsg.): Lexikon fĂŒr Theologie und Kirche. 3. Auflage. Band 1. Herder, Freiburg im Breisgau 1993.
cite-note-1313. ↑ Eduard Nagel: Nicht nur Worte. Bewegungselemente bei Wort-Gottes-Feiern. In: Gottesdienst. Jahrgang 40, 2006, S. 30; Paul Ringseisen: Morgen- und Abendlob mit der Gemeinde. Geistliche Erschließung, Erfahrungen und Modelle. Herder, Freiburg / Basel / Wien 1994, ISBN 3-451-23337-1, S. 209.
cite-note-1414. ↑ Hildegard von Bingen: Physica. im Druck von 1533 (Buch 3, Kapitel 8) „et naribus suis sepe apponat: ipsum confortat, oculos suos clarificat, cerebru eius implet.“
cite-note-1515. ↑ Johannes Gottfried Mayer, Odo <Magdunensis>: KrĂ€uterbuch der Klostermedizin: der „Macer Floridus“: Medizin des Mittelalters. Reprint-Verlag-Leipzig, Holzminden 2003, ISBN 3-8262-1130-8, S. 165 (eingeschrĂ€nkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
cite-note-1616. ↑ Gundolf Keil: „blutken – bloedekijn“. Anmerkungen zur Ätiologie der Hyposphagma-Genese im ‚Pommersfelder schlesischen AugenbĂŒchlein‘ (1. Drittel des 15. Jahrhunderts). Mit einer Übersicht ĂŒber die augenheilkundlichen Texte des deutschen Mittelalters. In: Fachprosaforschung – GrenzĂŒberschreitungen. Band 8/9, 2012/2013, S. 7–175, hier: S. 111–113.
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cite-note-1818. ↑ Wolfgang Blaschek (Hrsg.): Hagers Handbuch der Pharmazeutischen Praxis. Folgeband 2: Drogen A–K. Springer, Berlin 1998, ISBN 3-540-61618-7, S. 248 (eingeschrĂ€nkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
cite-note-1919. ↑ Tsehai Berhane Selassie: An Ethiopian Medical Text-Book Written by Gerazmač GĂ€brĂ€wĂ€ld ArĂ€gahĂ€ndĂ€ga Damot. In: Journal of Ethiopian Studies. Band 9, Nr. 1, Januar 1971, S. 95–180.
cite-note-2020. ↑ Dorothee Pielow: DĂ€monenabwehr am Beispiel des „Zārs“ und des islamischen Amulettwesens. In: Zeitschrift der Deutschen MorgenlĂ€ndischen Gesellschaft. Band 147, Nr. 2, 1997, S. 354–370, hier: S. 364.
cite-note-2121. ↑ Sebastian Kneipp: Meine Wasserkur durch mehr als 35 Jahre erprobt und geschrieben zur Heilung der Krankheiten und Erhaltung der Gesundheit. 56. Auflage. Verlag der Köselschen Buchhandlung, Kempten 1895, S. 131 f. (Harz- oder Weihrauchkörner).
cite-note-2222. ↑ H. Ammon: Salai-Guggal-(Indischer Weihrauch-) Gummiharz aus Boswellia serrata: BoswelliasĂ€uren als Nicht-Redoxhemmstoffe der Leukotrienbiosynthese – Neue therapeutische Möglichkeit? In: Deutsches Ärzteblatt. 1998, Nr. 95 (1-2): A-30 / B-21 / C-21.
cite-note-2323. ↑ H. Gerhardt, F. Seifert, P. Buvari, H. Vogelsang, R. Repges: Therapie des aktiven Morbus Crohn mit dem Boswellia-serrata-Extrakt H 15. In Zeitschrift fĂŒr Gastroenterologie. Band 39, 2001, S. 11–17.
cite-note-2424. ↑ Gupta u. a.: Effects of Boswellia serrata gum resin in patients with ulcerative colitis. In: European Journal of Medical Research. 1997, Band 2, Nr. 1, S. 37–43, PMID 9049593.
cite-note-2525. ↑ Gupta u. a.: Effects of Boswellia serrata gum resin in patients with bronchial asthma: results of a double-blind, placebo-controlled, 6-week clinical study. In: European Journal of Medical Research. 1998, Band 3, Nr. 11, S. 511–514, PMID 9810030.
cite-note-2626. ↑ H. Letzel u. a.: Klinische Wirksamkeit des WeihrauchprĂ€parates H15 bei rheumatischer Arthritis: Ein neues Therapieprinzip durch spezifische 5-Lipoxygenase-Inhibition? 26. Tagung der Deutschen Gesellschaft fĂŒr Rheumatologie, Berlin 1994.
cite-note-2727. ↑ Sander u. a.: Ist H15 (Harzextrakt von Boswellia serrata, ‘Weihrauch’), eine sinnvolle ErgĂ€nzung zur etablierten medikamentösen Therapie der chronischen Polyarthritis? – Ergebnisse einer doppelblinden Pilotstudie. In: Zeitschrift fĂŒr Rheumatologie. 1998, Band 57, Nr. 1, S. 11–16, doi:10.1007/s003930050051.
cite-note-2828. ↑ N. Kimmatkar u. a.: Efficacy and tolerability of Boswellia serrata extract in treatment of osteoarthritis of knee – A randomized double blind placebo controlled trial. In: Phytomedicine. 2003, Nr. 10, S. 3–7, PMID 12622457.
cite-note-escop-2929. ↑ ‚Olibanum indicum‘ – Indian Frankincense. In: ESCOP. Monographs, 2nd Edition, Supplement, 2009, S. 184 ff.
cite-note-3030. ↑ R. Zirbel, R. C. Fernando, E. Tuschen-BĂŒrger, H. ƞahinbaß: Afrikanischer Weihrauch, Boswellia carterii. In: Erfahrungsheilkunde. 2004, Band 53, Nr. 6, S. 356–363, DOI:10.1055/s-2004-829598 (Zusammenfassung).
cite-note-3131. ↑ Dieter-Karsten Böker, Michael Winking: Die Rolle von Boswellia-SĂ€uren in der Therapie maligner Gliome. In: Deutsches Ärzteblatt. 1997, Nr. 94, S. 1197 (Volltext als PDF).
cite-note-3232. ↑ Warnke u. a.: Die Rolle von Boswellia-SĂ€uren in der Therapie maligner Gliome: Methodische MĂ€ngel. In: Deutsches Ärzteblatt. 1998, Nr. 95, Artikel 220 (online).
cite-note-3333. ↑ European Food Safety Authority: Consolidated list of Article 13 health claim – List of references received by EFSA, Part 4, IDs 3001 – 4262. (PDF; 2,9 MB)
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cite-note-moussaieff-4747. ↑ A. Moussaieff, N. Rimmerman u. a.: Incensole acetate, an incense component, elicits psychoactivity by activating TRPV3 channels in the brain. In: The FASEB journal, 20. Mai 2008, PMID 18492727.
cite-note-4848. ↑ M. Paul: Chemotaxonomic Investigations on Resins of the Frankincense Species Boswellia papyrifera, Boswellia serrata and Boswellia sacra, respectively, Boswellia carterii: A Qualitative and Quantitative Approach by Chromatographic and Spectroscopic Methodology. Dissertation, Saarland University 2012, PDF; 3,5 MB.
cite-note-4949. ↑ M. Paul, J. Jauch: Efficient preparation of incensole and incensole acetate, and quantification of these bioactive diterpenes in Boswellia papyrifera by a RP-DAD-HPLC method. In: Natural Product Communications. MĂ€rz 2012, Band 7, Nr. 3, S. 283–288, PMID 22545396.
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cite-note-5454. ↑ Weihrauch ist eine Wissenschaft fĂŒr sich. Focus Money, 17. Dezember 2011, abgerufen am 13. Februar 2013.
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